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Donnerstag, 5. März 2015

Porno in den Pyramiden

Ein 10 Minuten langer Film mit pornografischen Inhalt wurde von russischen Touristen illegal an den Pyramiden von Gizeh gedreht und auf einer Video Plattform veröffentlicht.

In einer offiziellen Erklärung hat der Ägyptische Minister für Altertümer Dr. Mahmoud Eldamaty mitgeteilt, das entsprechende Untersuchungen über den Vorfall der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Ermittlung übergeben wurden.

In dem Filmmaterial, welches dem Minister vorliegt sind mindestens 5 Einstellungen enthalten, welche von Ägyptern als Pornografie angesehen werden.

Gedreht wurde der Film innerhalb der Archäologischen Zone des Pyramiden Plateaus von Gizeh. Unter anderem innerhalb der großen Pyramide des Cheops und neben dem Sphinx.
Ermittelt wird in dem Zusammenhang auch gegen ein Mitglied der vor Ort zuständigen Sicherheitsorgane sowie Ein Reiseunternehmen und dessen Reiseleitung, welche das Verhalten anscheinend gebilligt haben.

Bereits das entblößen in der Öffentlichkeit stellt im vorwiegend muslimisch geprägten Ägypten eine strafbare Handlung dar.

Die Pyramiden von Gizeh und der große Sphinx in Kairo

Samstag, 5. Juli 2014

Die Pyramide des Djedefre

Die Lepsius Pyramide

Im Norden von Kairo bei dem Ort Abu Roasch befindet sich die sogenannte Lepsius Pyramide.
Karl Richard Lepsius erkundete 1842 bis 1846 auf einer Expedition  im Auftrag des deutschen Kaisers mehrere antike Städten Ägyptens.
Er hat diese Pyramide als erster systematisch vermessen und beschrieben.

Die Pharao Radjedef zugeschriebene Pyramide datiert auf die vierte Pharaonische Dynastie um 2580 bis 2570 v. Chr.

Zugang zur Grabkammer

Djedefre

Der auch als Djiedefre bekannte Pharao war ein Sohn des Cheops.
Seine Pyramide in Abu Roasch oder auch Abu Rawash wurde zwar fertiggestellt und muss eine der prachtvollsten Pyramiden gewesen sein. Die Basis der Pyramide war einst mit Granit ummantelt, dessen Reste bis heute erhalten sind.
Bereits in römischer Zeit und lange davor wurde die Pyramide von den Menschen der Umgebung als Steinbruch zum Bau Ihrer Häuser genutzt, weswegen von der einst 67 Meter hohen Pyramide ist heute noch ein Sockel erhalten.
Durch den Steinraub ist heute die Grabkammer vollkommen freigelegt und sichtbar.
Besteigt man den Sockel ist an der Stelle der ehemaligen Grabkammer heute ein tiefer Schacht sichtbar.

Vor der Pyramide wurde der ehemalige zugehörige Tempel freigelegt und die Grundmauern restauriert.
Im Osten der Pyramide befindet sich noch eine große Bootsgrube.

Für Besucher nicht zugängig

Das Gelände ist für Besucher und Touristen gesperrt.
Man benötigt für eine Besichtigung einen Passierschein der zuständigen Polizei in Kairo.
Der Zugang zur Grabkammer ist sehr steil und gefährlich zu begehen.


Hier ein seltenes Video von der Pyramide.



Dienstag, 15. November 2011

Die Pyramiden und der 11.11.11

Nach entsprechende Medienberichten und Protestaktionen hatten sich die ägyptische Behörden dazu entschlossen die Pyramiden in Gizeh für den 11. November 2011 zu schließen.
Auch der Zugang zur Cheopspyramide wurde wegen angeblich  dringenden Arbeiten  für zwei Tage gesperrt.

Hintergrund waren Berichte, wonach Esoteriker, Freimaurer, Juden und Teufelsanbeter an diesem Tag diverse Zeremonien abhalten wollten.
Esoterische und Pseudoreligiöse Gruppierungen befremden die meist tiefgläubige Hauptsächlich muslimische Bevölkerung Ägyptens. Aber auch den tief gläubigen christlichen Kopten ist derlei Treiben unheimlich, weil nicht mit den Prizipien der großen Weltreligionen vereinbar.

Das in dem Zusammenhang auch Juden mit in den Topf geworfen wurden dürfte zugleich niemanden verwundern, obwohl ja die Klagemauer in Jerusalem bekanntlich deren Hauptgebetsstätte ist und die Anhänger dieser Religion sicherlich keinen religiösen Bezug zu den Pyramiden haben.


Die Pyramiden von Gizeh (Bild: Said Bustany)
Fakt ist allerdings, das zahlreiche Menschen in den Pyramiden etwas mystisches sehen, sei es wegen Ihrer Form, dem hohen Alter oder weil man nicht glauben möchte, das Menschen diese Bauwerke einst errichtet haben.
Letzteres steht allerdings fest und ist archäologisch gesichert. Man weiß, Wer, wann, warum diese Bauwerke errichtete, wenn auch einzelne Detailfragen noch nicht abschließend geklärt sind. Das liegt aber lediglich daran, das in allen Wissenschaften ausschließlich als Fakt gilt, was auch bewiesen wurde. Alles andere ist Spekulation.



Und das ist der springende Punkt.
Weil kein ernstzunehmender Archäologe einen abschließenden Beweis darüber vorlegen kann, wie die Menschen der Bronzezeit es mit einfachen Mitteln geschafft haben so Präzise in Maßen und Ausrichtung diese gewaltigen Bauwerke zu errichten gibt es hierüber lediglich viele fundierte Annäherungen und Theorien.
Das hat findige Leute dazu gebracht mit obskuren Theorien und Büchern über "verbotene Archäologie", "Außerirdische" und vieles mehr Geld zu verdienen, an jenen die so etwas glauben möchten.
Auch das Netz ist voll von pseudowissenschaftlichen Theorien und Diskussionen dieser Art.

Angebliche Beweise kursieren in Form von unzähligen Bildern und Filmen im Netz.
Obwohl bei genauem nachdenken und Augenschein der Zauber schnell verfliegen würde sehen viele was Sie sehen möchten.

Weder die Pyramiden noch Stonehenge oder andere meist für astronomische und astrrologische Zwecke erbaute Monumente sind doch nicht weniger fantastisch, weil Sie von Menschen erbaut wurden oder einfach ein Stein gewordener Kalender sind. Alleine die Tatsache, das unsere Vorfahren bereits vor über sechstausend Jahren und früher zu so etwas in der Lage waren ist großartig.

Der Mechanismus von Antikythera 
Zum Bild : Diese Datei ist unter der
lizenziert.

Der  Mechanismus von Antikythera beweist sogar, das Uhrwerke und Zahnräder keine Erfindung der Neuzeit sind. Der auf ca 67 v. Chr. datierte Mechanismus ist das erste Beispiel eines mechanischen mittels Zahnrädern funktionierenden Kalendariums. Dem ersten nachgewiesenen Zahnradgetriebe der Welt.
Der Fund zeigt, das man in der Antike mehr konnte, als wir heute glauben möchten.
Berichte von mechanischen Wunderwerken sind viele überliefert, etwa aus dem Bagdad der Kalifen doch kaum eines hat die Zeiten überdauert.




Wie wäre die Geschichte der Menschheit wohl verlaufen, wenn diese Technik nicht wieder in Vergessenheit geraten wäre.

Und das besondere Datum 11.11. 11 ?

Nichts ist an diesem Tag anders als an irgendeinem anderen Tag, außer das es in Deutschland ein wundervoller sonniger Herbsttag war.

Im Islam war dieser Tag der 14.12. 1432, Monat Dhul-Hidschscha.
Für die Juden war der 14.02. 5772 Monat: Heshvan.

365 Tage hat das Jahr für die Römer erst seit 45 v. Chr. als durch Julius Cäsar der gleichnamige Julianische Kalender eingeführt wurde. Seither wurden mehrere Änderungen in Form von Kalenderreformen durchgeführt. Hätte man die Zeitrechnung einfach fortgeführt,  der 11.11. wäre ein anderer Tag gewesen und nicht einmal das Jahr würde stimmen.
Im Jahr 1582 wurde der Gregoriranische Kalender eingeführt. Eine Verbesserten Schaltregel  besagt, dass volle Jahrhunderte (wie 1700, 1800, 1900 usw.) nur dann Schaltjahre sind, wenn sie durch 400 teilbar sind (daher war das Jahr 2000 ein Schaltjahr, das Jahr 1900 dagegen nicht).

Ein Kalender ist eine von Menschen erdachtes Hilfesystem zum bestimmen der Säh- und Erntezeiten, Feiertagen und um vergangene oder bevorstehende Ereignisse und  Geschehnisse Zeitlich einordnen zu können.
Das gilt auch für den Kalender der Maya, welcher durch den Film 2012 gerade so hoch im Kurs bei Spekulationen steht.

Der Beginn der Zeitrechnung ist dabei eigentlich ein willkürlich festgelegter Zeitpunkt.
In unserer Christlich geprägten Gesellschaft ist dies das angenommene Geburtsjahr des Jesus von Nazareth.
Dieses angenommene Jahr Null ist bis heute nicht genau einzuordnen aber man vermutet es um ca vier vor Christus. Genaugenommen wäre also der 11.11. 2011 bereits am 11.11. 2007 gewesen.
Niemand hat an diesem Tag vor den Pyramiden meditiert, die modernen, selbst ernannten Druiden haben sich nicht in Stonehenge versammelt, auf den Standesämtern wurde nicht am Fließband geheiratet. Lediglich die Sogenannte 11. Jahreszeit hat in Mainz und Köln wie jedes Jahr seit Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen und die Narren auf die Straßen getrieben.