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Montag, 9. März 2015

Ölpipeline im roten Meer leck geschlagen

Ein Leck in einer Pipeline für Rohöl hat im Roten Meer bei dem Küstenort Ras Ghareb starke Verschmutzung der Umwelt in diesem Küstenabschnitt verursacht.

Wie Al Masry Alyoum in seiner online Ausgabe berichtet hatte ein unter Liberianischer Flagge fahrender Frachter mit seinem Anker beim Hafen der General Petroleum Company von Ägypten die dort entlang führende Hauptlinie beschädigt.
Das ausgetretene Öl kontaminierte einen Küstenabschnitt von etwa 3000 Metern der Küste in diesem Bereich.
Bis zum Abstellen der Pumpen waren bereits ca. 40 Barrel (1 Barrel = ca. 160 Liter)  Rohöl ausgetreten.
Die Dekontaminierung des Küstenabschnittes wurde bereits in Angriff genommen.

Das Rote Meer bietet hier eine einzigartige Vielfalt an großen Riffen mit einer Vielfalt an Meereslebewesen. Der ca. 130 km südlich gelegene Küstenort Hurghada lockt damit Jährlich tausende von Hobbytauchern an welche hier einzigartige Tauchgründe vorfinden wie man sie sonst nur am Great Barriere Reef  An Australiens Küste oder der Karibik findet.

Das Ägyptische Umweltministerium verhängte eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet Einhundert Tausend Euro gegen die General Petroleum Company als Verursacher der Umweltkatastrophe.
Eine Beseitigung des entstandenen Ölteppichs und der Verunreinigung des Strandes ist bereits im Gang aber wie so oft wird auch hier die Natur zum grössten Teil  selbst im lauf der Zeit mit der Ölpest fertig werden müssen.

Ein Korallenriff im roten Meer bei Hurghada

Donnerstag, 10. Juli 2014

Ägypten - Urlaub wird teurer

Eine kürzlich durchgeführte Erhöhung der Preise für Kraftstoff in Ägypten wird in der Folge auch zu einem Ansteigen von Preisen in der Tourismusbranche führen.

So ist der Preis für einen Liter Dieselkraftstoff von 1, 10 LE (1 Ägyptisches Pfund = ca. 10 Eurocent)  zuletzt auf 1,80 LE gestiegen.
Das entspricht einer Erhöhung um immerhin 78 %.

Kostenfaktor Diesel

Gerade Diesel ist jedoch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor in vielen Bereichen.
Viele Zulieferer und Service-Anbieter der Hotels sind mit Ihrem Fuhrpark meist auf diesen Kraftstoff angewiesen und werden in der Folge Ihre Preise entsprechend anpassen müssen. Auch die Transfers mit Bussen von und zum Flughafen sind von den steigenden Preisen betroffen.

Keine Gäste: Viele Kreuzfahrtschiffe fahren zur Zeit nicht auf dem Nil


Ende des Billig-Tourismus in Ägypten

Die großen Kreuzfahrtschiffe auf dem Nil, diese schwimmenden Hotels sind sogar direkt und hauptsächlich in Ihrer Preisgestaltung vom Dieselkraftstoff abhängig.
So verlautet es bereits aus dem Ministerium für Tourismus in Kairo dieser Tage, das die Preise für die Kabinen auf Kreuzfahrtschiffen voraussichtlich bereits ab der Wintersaison 2014 welche Mitte September beginnt um 50 bis 70 % ansteigen könnten.
Die Hauptreisezeit für Nilkreuzfahrten liegt zwischen Oktober und März, da zu dieser Zeit das Klima milder ist um die Kulturellen Attraktionen entlang des Nil genießen zu können.

Auch die Preise für Hotelzimmer sollen sich danach demnächst um 10 bis 20 % erhöhen, 
Ein ähnlich hoher Anstieg kommt für Tauchfahrten im roten Meer mit Motorjachten welche mit Dieselkraftstoff betrieben werden zum tragen.
Die Zeit des Billig-Tourismus dürfte daher in Ägypten größtenteils der Vergangenheit angehören.

Höhere Preise für das Hotelzimmer (Hotel in Hurghada)

Überfällige Reformen

Neben den Preisen für Kraftstoff wurden ebenfalls die Preise für Zigaretten und Alkoholische Getränke angehoben, welche allesamt der Staatlichen Kontrolle unterliegen. Hier steht aber auch genau wie in Europa die Gesundheit der Verbraucher im Vordergrund.
Benzin bis 92 Oktan wurde bereits ebenfalls von 1,75 LE auf 2,80 LE verteuert und in kürze steht dann ebenfalls eine Erhöhung der Preise für Strom an.

Die Anpassung vieler Preise für Energieträger ist in Ägypten lange Überfällig, da gerade die Energiepreise in hohem Maße auch vom Weltmarkt abhängig sind und das Land sich die Subventionen auf diesem Niveau einfach nicht mehr leisten kann,.nicht zuletzt weil auch der Tourismus  seit der Revolution von 2011 fast zum erliegen gekommen ist und daher dringend benötigte Devisen nicht mehr so verfügbar sind wie zuvor.

Eine Stromtrasse südlich von Suez

Grundnahrungsmittel ausgenommen

Grundnahrungsmittel sind von den Reformen bisher ausgenommen.
In der Vergangenheit hatte bereits mehrfach eine Erhöhung der Brotpreise zu Protesten in weiten Teilen der Bevölkerung geführt.
Die Preise für Landwirtschaftliche Produkte wie Obst, Gemüse und besonders Fleisch befinden sich ohnehin im Verhältnis zu den durchschnittlichen Einkommen zur Zeit auf einem hohen Niveau.